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a. Risikomanagement

Als global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien (z.B. Unsicherheit zukünftiger Aufträge, Schwankungen beim Auftragseingang, Kundenkonzentration etc.), die Geschäftstätigkeit der Gruppe (Währungen, Wettbewerbsposition, Gerichtsverfahren etc.) sowie Großaufträge (Zahlungsrisiken, Haftung und Leistung bei Projekten, Kostenüberschreitungen etc.).

Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat Andritz ein bewährtes, konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.

Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von Andritz. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen sollen die Identifizierung von größeren Risiken zu einem sehr frühen Zeitpunkt und – sofern notwendig – die Einleitung von Gegenmaßnahmen sicherstellen.

Der Konzern versucht, die Auswirkungen dieser Risiken mittels derivativer Finanzinstrumente zu minimieren. Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch vom Vorstand genehmigte Konzernrichtlinien geregelt, die in Schriftform Vorgaben hinsichtlich der Steuerung von Finanzrisiken enthalten. Darüber hinaus sind Grundregeln für den Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Finanzgeschäften sowie für die Anlage überschüssiger Liquidität festgelegt. Die Einhaltung der Richtlinien und Risikolimits wird kontinuierlich von der internen Revision überprüft. Der Konzern hält oder handelt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke.

Das Zahlungsausfallrisiko wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, begrenzt und gesteuert.

Der Konzern schließt Devisentermingeschäfte ab, um das Fremdwährungskursrisiko auszuschließen, das aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert. Das Transaktionsrisiko wird für jede einzelne Fremdwährung berechnet und berücksichtigt Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie bestimmte außerbilanzielle Positionen, wie sehr wahrscheinliche künftige Cashflows aus festen Verpflichtungen und sehr wahrscheinlichen Ein- und Verkäufen. Die Fremdwährungskursrisiken des Konzerns resultieren aus dem Umstand, dass der Konzern in verschiedenen Ländern weltweit operiert, Produktionsstätten besitzt und Umsätze tätigt. Der Konzern hat seine Devisentermingeschäfte mit dem beizulegenden Zeitwert („fair value“) bewertet. Die Restlaufzeit der abgesicherten Cashflows beträgt im Wesentlichen nicht mehr als ein Jahr.

Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zu- und -Abflüsse der großen Andritz-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken insbesondere durch das Halten von angemessenen Rücklagen, durch die Ausgabe von Anleihen, durch umfangreiche Anzahlungen von Kunden sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

 
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