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10. Pensionsleistungen an Arbeitnehmer

Pensionspläne

Einige Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionszusagen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Zahlungen wegen Ruhestands, Invalidität und für hinterbliebene Familienangehörige gebildet. Die angebotenen Leistungen differieren in Abhängigkeit von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation jedes Landes. Die Leistungen hängen von den Dienstjahren und in manchen Fällen von den jeweiligen Arbeitnehmerentgelten ab.

Die folgende Aufstellung zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellung von 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 und 2006:

(in TEUR) 2007 2006*
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1.1. 147.136 42.411
Wechselkursdifferenzen (1.633) (46)
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.178 2.027
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 6.495 3.352
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 120 (4.824)
Gezahlte Leistungen (13.632) (4.637)
Beiträge der Planteilnehmer 1.465 1.101
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 8
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen (779) 463
Akquirierte Unternehmen 0 107.281
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31.12. 143.350 147.136
Zeitwert des Planvermögens (86.385) (87.818)
Rückstellung zum 31.12. 56.965 59.318

Pensionsleistungen Entwicklung Rueckstellung (Download size 23 KB)

*angepasst

Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 143.350 (2006: TEUR 147.136) sind TEUR 90.857 (2006: TEUR 93.795) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt.

Die folgende Aufstellung leitet den Marktwert des Planvermögens über:

(in TEUR) 2007 2006*
Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. 87.818 12.661
Wechselkursdifferenzen (2.298) (178)
Erwartete Erträge aus Planvermögen 4.080 1.654
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 743 (3.017)
Beiträge des Arbeitgebers 3.553 2.184
Beiträge der Planteilnehmer 1.465 1.101
Gezahlte Leistungen (8.976) (2.285)
Akquirierte Unternehmen 0 75.698
Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 86.385 87.818

Pensionsleistungen Entwicklung Planvermoegen (Download size 22 KB)

*angepasst

Die Veranlagung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2007 2006*
Eigenkapitalinstrumente 27.284 24.592
Schuldinstrumente 36.528 40.332
Sachanlagen 12.972 13.380
Sonstige Vermögenswerte 9.601 9.514
  86.385 87.818

Pensionsleistungen Veranlagung Planvermoegen (Download size 21 KB)

*angepasst

Die Pensionsaufwendungen bestehen aus:

(in TEUR) 2007 2006
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.178 2.027
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 6.495 3.352
Erwartete Erträge aus Planvermögen (4.080) (1.654)
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (623) (549)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 8
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen (779) 463
5.191 3.647
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 18.002 14.425
  23.193 18.072

Pensionsleistungen Pensionsaufwendungen (Download size 20 KB)

Grundsätzliche versicherungsmathematische Annahmen zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2007 und 2006:

(in %) 2007   2006
von bis von bis
Abzinsungsfaktor 2,00 8,00 2,00 5,75
Gehaltserhöhungen 3,00 6,00 3,00 4,00
Erhöhungen bei Pensionsbezügen 2,50 2,50 2,50 2,50
Erwarteter Veranlagungsertrag des Planvermögens (0,15) 7,00   2,00 7,00

Pensionsleistungen versicherungsmathematische Annahmen (Download size 16 KB)

Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag wurde aufgrund der Zusammensetzung des Planvermögens und der Erfahrungswerte mit 5,25 % angenommen. Der in 2007 tatsächlich realisierte Veranlagungsertrag des Planvermögens betrug rund 1,26 % (2006: rund 4,6 %).

Die positiven erfahrungsbedingten Anpassungen der Planverpflichtungen beliefen sich auf TEUR 341 (positive erfahrungsbedingte Anpassungen 2006: TEUR 18), die positiven erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens beliefen sich auf TEUR 917 (negative erfahrungsbedingte Anpassungen 2006: TEUR 165).

Für 2008 sind leistungsorientierte Zahlungen an die Pensionskasse im Ausmaß von TEUR 3.178 geplant.

Abfertigungsverpflichtungen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen von 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 und 2006:

(in TEUR) 2007 2006
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1.1. 75.043 33.850
Wechselkursdifferenzen (337) 12
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.280 2.308
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 3.190 2.314
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.377 (29)
Gezahlte Leistungen (5.279) (2.540)
Beiträge der Planteilnehmer 111 0
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen (310) 0
Akquirierte Unternehmen 0 39.128
Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31.12. 80.075 75.043
Zeitwert des Planvermögens (145) 0
Rückstellung zum 31.12. 79.930 75.043

Abfertigungsverpflichtungen Entwicklung Rueckstellung (Download size 21 KB)

Die Aufwendungen für Abfertigungen bestehen aus:

(in TEUR) 2007 2006
Laufende Dienstzeitaufwendungen 4.280 2.308
Zinsaufwand aus Verpflichtungen 3.190 2.314
Erwartete Erträge aus Planvermögen (10) 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.387 (29)
Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen (310) 0
10.537 4.593
Zahlungen an beitragsorientierte Pläne 301 419
  10.838 5.012

Abfertigungsverpflichtungen und Abfertigungsaufwendungen (Download size 17 KB)

Die grundsätzlichen Annahmen zur versicherungsmathematischen Berechnung sind die gleichen wie bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen.

Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte

Die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2004 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zur Andritz-Gruppe gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 folgenden Kalenderwochen. Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2006 bis 30. April 2008 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2006 bis 30. April 2007 mindestens 15 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 mindestens 15 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2007 bis 30. April 2008 mindestens 20 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 mindestens 20 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 Prozent der Optionen sofort, 25 Prozent der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 Prozent nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden in 2004 698.000 Optionen gewährt. Die Ausübungsbedingungen bezüglich Kursanstieg und Gewinn je Aktie wurden in 2006 erfüllt, sodass die Aktienoptionen entsprechend den übrigen Bedingungen des Programms gezogen werden können. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 1.220, wobei in 2007 kein Aufwand mehr erfasst wurde. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des „Black-Scholes Option Pricing“-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der Andritz-Aktie vom 17. Mai 2004 und beträgt EUR 9,26. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 9,38 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 3 %, als risikofreier Zinssatz wurden 5 Prozent herangezogen. Die erwartete Volatilität wurde auf Basis der historischen Kursentwicklung der Andritz-Aktie im Zeitraum der der Gewährung vorangegangen 30 Monate ermittelt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

Die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 hat ein weiteres Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2006 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.

Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 folgenden Kalenderwochen.

Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2008 bis 30. April 2010 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 mindestens 15 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 mindestens 15 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 mindestens 20 Prozent über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 mindestens 20 Prozent über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt.

Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 Prozent der Optionen sofort, 25 Prozent der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 Prozent nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.

Insgesamt wurden in 2006 944.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 6.492, davon wurden anteilig TEUR 3.011 in 2007 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des „Black-Scholes Option Pricing“-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der Andritz-Aktie vom 1. Juni 2006 und beträgt EUR 32,44. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 31,67 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5 %, als risikofreier Zinssatz wurde 4,5 % herangezogen. Als erwartete Volatilität wurde der von der Wiener Börse veröffentlichte Wert angesetzt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionsprogramme in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wie folgt:

2007 2006
Durchschnittlicher Durchschnittlicher
Anzahl der Ausübungspreis Anzahl der Ausübungspreis
  Optionsrechte je Stück (in EUR)   Optionsrechte je Stück (in EUR)
Bestand am Jahresanfang 1.021.500 29,98 695.500 9,38
Gewährte Optionen 14.000 31,67 944.000 31,67
Ausgeübte Optionen (62.500) 9,38 (618.000) 9,38
Verfallene Optionen (60.000) 31,67 0 0,00
Bestand am Jahresende 913.000 31,30   1.021.500 29,98
Ausübbar am Jahresende 15.000 9,38 77.500 9,38

Entwicklung Optionen (Download size 21 KB)

 
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