SOZIALE NACHHALTIGKEIT
Globalisierung schafft Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze, sowohl in den Industrieländern als auch – was noch wichtiger ist – in den Entwicklungsländern. Neue Arbeitsplätze bedeuten Wohlstand und Ausbildungsmöglichkeiten für die Menschen. Damit werden auch die Voraussetzungen für neues Unternehmertum geschaffen. Auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmen müssen freie, offene Märkte mit stabilen Gesellschaften und einer fairen Verteilung des wirtschaftlichen Nutzens für alle zum Ziel haben.
Andritz ist die soziale Nachhaltigkeit in den aufstrebenden Märkten ein wichtiges Anliegen. In schnell wachsenden, aufstrebenden Regionen wie Brasilien, China und Indien hat Andritz durch Gründung von Engineering-, Produktions- und Serviceniederlassungen neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Anzahl der Andritz-Mitarbeiter in den aufstrebenden Märkten ist von 50 im Jahr 2000 auf aktuell über 2.400 angestiegen. Damit hat Andritz zur Verbesserung der Lebensbedingungen in diesen Ländern beigetragen. Gleichzeitig hat sich der Mitarbeiterstand der Gruppe auch in Europa erhöht, d.h. es kam zu keiner Verlagerung von Arbeitsplätzen von Europa nach Asien.
In den vergangenen zehn Jahren hat Andritz Anlagen für eine Reihe neuer Zellstoffwerke in Südamerika, Indien und China geliefert. Diese Fabriken beschäftigen mehr als 3.000 Mitarbeiter, wobei viele der neu geschaffenen Arbeitsplätze eine gehobene technische oder kaufmännische Qualifikation erfordern. Darüber hinaus sind mehr als 15.000 neue Arbeitsplätze in Zulieferbranchen, wie etwa der Forstwirtschaft, entstanden. Andritz beauftragt vorzugsweise Lieferanten, die sich ebenfalls zu einer wirtschaftlichen, umweltbewussten und sozial ausgewogenen Unternehmenspolitik bekennen.
Andritz setzt folgende Maßnahmen für wirtschaftliches Wachstum und ökologisches Gleichgewicht:
- Entwicklung und Verkauf von Technologien, die Verschmutzung gar nicht erst entstehen lassen.
- Entwicklung von Verfahren, bei denen die Nebenprodukte eines Prozesses wiederum als Rohstoffe bzw. Ausgangsmaterialien für einen anderen Prozess eingesetzt werden, wodurch die Abfallbelastung minimiert wird.
- Neue Serviceleistungen, die einen effizienteren Einsatz von Arbeit und Rohstoffen in Kundenanlagen ermöglichen.
- Zusammenarbeit mit Kunden mit dem Ziel, die Kundenanforderungen bezüglich Nachhaltigkeit besser zu erfassen und die Geschäftsprozesse von Andritz auf die Kundenbedürfnisse auszurichten.
- Entwicklung weiterer nachhaltiger, umweltfreundlicher Produkte.
- Sozial verantwortungsvolle Unternehmensführung.
- Bevorzugung von Lieferanten, die sich ebenso zur Nachhaltigkeit bekennen.
Mitarbeiterförderung
Der Erfolg eines Unternehmens hängt in hohem Maße von Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter ab. Daher fördert Andritz die berufliche Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. Personalmanagement mit Themenschwerpunkten wie Mitarbeiterentwicklung, Mitarbeiterführung und Managementverantwortung hat höchsten Stellenwert. Das erfolgreiche Andritz-Management-Schulungsprogramm „Management Challenge” ist seit Jahren fixer Bestandteil der Mitarbeiterentwicklung.
Im Bereich der Mitarbeiterentwicklung konzentriert sich Andritz verstärkt auf die Förderung technischer Karrieren, vor allem auch im Hinblick auf weibliche Absolventen technischer Fakultäten. Eine wichtige Unternehmensinitiative in diesem Zusammenhang ist der neue Betriebskindergarten am Stanort Graz, Österreich, der flexible, zuverlässige Kinderbetreuung bietet und damit speziell junge Mütter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt.
Gemeinsamer Nutzen
Junge, schnell wachsende Unternehmen der Andritz-Gruppe in Entwicklungsländern, deren Mitarbeiter und Management profitieren von der Erfahrung gut etablierter europäischer Andritz-Firmen. Eines der wesentlichen organisatorischen Grundprinzipien der Andritz-Gruppe besteht darin, die Leitung von Tochterfirmen erfahrenen lokalen Führungskräften zu übertragen. Die Führungsteams der Tochterfirmen – egal ob es sich dabei um Kompetenzzentren oder lokale Verkaufs- und Serviceniederlassungen handelt – haben ihr fachliches und produktbezogenes Know-how häufig in Kompetenzzentren der Andritz-Gruppe erworben und sind damit sehr gut für ihre Führungsaufgaben gerüstet. Bei der Erweiterung der Kompetenz und Kapazität von Unternehmen setzt Andritz stets auf eine Stärkung der Verantwortung des lokalen Managements.
Aktive Kommunikation und Weiterbildung
Im Rahmen seiner Bemühungen um Sicherheit und Nachhaltigkeit verfolgt Andritz eine aktive, auf Transparenz und Vertrauen basierende Informationspolitik gegenüber Behörden und Interessensgruppen. Ein Beispiel ist der alljährlich für eine Reihe von Standorten erstellte Abfallbericht. Ökologische Aspekte bilden einen fixen Bestandteil in der Aus- und Weiterbildung der Belegschaft.
Andritz ermutigt seine Mitarbeiter, ihr persönliches Wissen und ihre Erfahrungen – beispielsweise über eine Intranet-Plattform für Mitarbeitervorschläge – aktiv in das Unternehmen einzubringen. Die Zusammenarbeit mit den Betriebsräten bildet ein weiteres wichtiges Element der Unternehmensführung. Zu allen relevanten Themen gibt es Besprechungen mit den Vertretern der Mitarbeiter, um das Vorgehen gemeinsam zu beschließen.
Gesundheit und Sicherheit
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind wichtige Anliegen der Andritz-Gruppe. Daher investiert das Unternehmen beträchtliche Mittel in diesen Bereich. Andritz stellt den Mitarbeitern moderne, den neuesten Sicherheitsstandards entsprechende Ausstattung – Kleidung, Werkzeuge und Schutzvorrichtungen – zur Verfügung, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Die Sicherheitsanweisungen werden ständig aktualisiert und den Mitarbeitern, die in der Fertigung und auf Kundenbaustellen tätig sind, vermittelt.
Andritz-Kunden fördern soziale Nachhaltigkeit
Die Mehrzahl der Andritz-Kunden bekennt sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Ihre Strategien in diesem Bereich basieren auf dem Einsatz möglichst umweltfreundlicher Technologien und Prozesse, starkem sozialen Engagement und aktivem Dialog mit allen Interessensgruppen. Deshalb investieren diese Unternehmen an den Standorten, an denen sie tätig sind, in Infrastruktur, Gesundheitswesen und Ausbildung. Durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung – auch in Zulieferbetrieben und anderen Wirtschaftszweigen – verbessert sich der Lebensstandard von Tausenden Menschen.