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LAGEBERICHT

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte im Jahr 2007 eine insgesamt solide, jedoch regional und zeitlich differenzierte Entwicklung. In den USA schwächte sich das Wirtschaftswachstum während des 1. Halbjahres 2007 ein wenig ab. Die Konsumausgaben der Privatverbraucher und die Unternehmensinvestitionen gingen zurück; die Inflation blieb auf einem sehr hohen Niveau. Im 2. Halbjahr 2007 war die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch die Krise des Subprime-Markts und den daraus resultierenden Einbruch des Hypothekenmarkts gekennzeichnet. Der Preissturz bei Immobilien und Liegenschaften gab Anlass zur Sorge, dass in Amerika die Konsumausgaben – in den vergangenen Jahren Haupttreiber des starken Wachstums des Bruttoinlandsprodukts – in Zukunft deutlich zurückgehen könnten, was zu einer anhaltenden Dämpfung der Wirtschaft oder sogar zu einer Rezession führen könnte. Die amerikanische Notenbank (FED – Federal Reserve Board) senkte daher in mehreren Schritten den Leitzins von 5,25 auf 4,25 Prozent und stellte den Banken erhebliche Geldmittel zur Verfügung, um einem möglichen Liquiditätsengpass entgegenzuwirken.

In Euroland war eine sehr gute Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten zu verzeichnen. Dies war vor allem auf den unverändert hohen Inlandskonsum sowie den trotz der zunehmenden Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar unverändert hohen Export zurückzuführen. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte daher den Leitzins im Juni 2007 auf 4 Prozent. Während der Subprime-Krise stellte die EZB ebenfalls Geldmittel bereit, um die Liquiditätskrise zu stabilisieren, änderte den Leitzins angesichts der anhaltend starken wirtschaftlichen Aktivitäten jedoch nicht.

Auch in Asien blieb die Wirtschaftsentwicklung – basierend auf anhaltend hohen privaten Konsumausgaben sowie Unternehmensinvestitionen – im Berichtszeitraum unverändert stark. Ein besonders starker Anstieg des Bruttoinlandsprodukts war in China und Indien zu verzeichnen.

Quelle: OECD

Geschäftsentwicklung

Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen

Die folgenden wesentlichen Unternehmen waren in der Vergleichsperiode 2006 nicht oder nur zum Teil
in den Konzernabschluss der Andritz-Gruppe einbezogen:

Umsatz

Der Umsatz der Andritz-Gruppe entwickelte sich im Jahr 2007 sehr erfreulich. Mit 3.282,5 MEUR stieg er im Vergleich zu 2006 (2.709,7 MEUR) um 21,1% an und erreichte damit neuerlich einen Rekordwert. Insbesondere die Geschäftsbereiche Zellstoff und Papier, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Zuwachsraten. Das organische Wachstum der Gruppe betrug 2007 rund 9,4%.

Auftragseingang und Auftragsstand

Der Auftragseingang der Andritz-Gruppe stieg im Jahr 2007 auf 3.749,5 MEUR an und lag damit deutlich über dem sehr hohen Wert des Jahres 2006 (2.891,0 MEUR). Vor allem die Geschäftsbereiche Walz- und Bandbehandlungsanlagen, Wasserkraft sowie Futtermittel und Biomasse konnten starke organische Zuwächse beim Auftragseingang erzielen. Das organische Wachstum des Auftragseingangs betrug 2007 rund 14,7%.

Der Auftragsstand der Andritz-Gruppe zeigte ebenso einen starken Anstieg und erhöhte sich per 31. 12. 2007 auf 3.843,3 MEUR (31. 12. 2006: 3.397,1 MEUR). Damit verfügt die Andritz-Gruppe über eine gute Visibilität hinsichtlich der Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten.

Umsatz nach Regionen
in % 2007 (2006)

Auftragseingang nach Regionen
in % 2007 (2006)

Auftragseingang der Andritz-Gruppe (MEUR) 2003-2007

Bilanzsumme 2007: 2.507,5 MEUR

Ergebnis

Mit der Umsatzerhöhung stieg auch der Betriebserfolg (EBIT – Earnings before Interest and Taxes) auf 192,6 MEUR (2006: 159,8 MEUR). Alle Geschäftsbereiche, insbesondere die Bereiche Wasserkraft, Walz- und Bandbehandlungsanlagen sowie Futtermittel und Biomasse, zeigten eine solide und zufriedenstellende Ergebnisentwicklung und überkompensierten damit den auf die VA TECH HYDRO zurückzuführenden, beim Erwerb bereits erwarteten Verwässerungseffekt auf die Gruppenrentabilität. Die EBIT-Marge der Andritz-Gruppe lag mit 5,9% im Jahr 2007 auf Vorjahresniveau.

Mit 5,5 MEUR sank das Finanzergebnis 2007 gegenüber dem Vorjahr geringfügig  (2006: 6,1 MEUR). Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr 31,3% (2006: 26,9%).

Das Konzernergebnis nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 132,7 MEUR (2006: 118,5 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanz zum 31. 12. 2007 weist im Vorjahresvergleich keine wesentlichen Veränderungen auf. Die Bilanzsumme per 31. 12. 2007 betrug 2.507,5 MEUR und war damit um 121,4 MEUR höher als per 31. 12. 2006 (2.386,1 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen zum 31. 12. 2007 betrug 99,1 MEUR (31. 12. 2006: -93,6 MEUR).

Die Nettoliquidität (Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten) der Andritz-Gruppe per 31. 12. 2007 betrug 246,5 MEUR und lag damit deutlich unter dem sehr hohen Niveau per 31. 12. 2006 (365,7 MEUR). Die Eigenkapitalquote per 31. 12. 2007 betrug 19,2% (31. 12. 2006: 17,4%).

Aktien und Aktionärsstruktur – Offenlegung gemäß § 243a UGB

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. März 2007 wurde das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung des im Konzernabschluss per 31. Dezember 2006 ausgewiesenen entsprechenden Teilbetrags der gebundenen Kapitalrücklage ohne Ausgabe zusätzlicher, auf Inhaber lautender Stückaktien und entsprechend dem Kapitalberichtigungsgesetz von 94.510.000 EUR um 9.490.000 EUR auf 104.000.000 EUR erhöht. Das Grundkapital der Andritz AG per 31. Dezember 2007 betrug damit 104.000.000 Euro. Die Hauptversammlung beschloss weiters einen Split der Andritz-Aktien im Verhältnis 1:4, wodurch sich die Gesamtzahl der Aktien von 13 auf 52 Millionen erhöht hat. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 2,00 Euro.

Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Rund 26% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender von Andritz, ist.

Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2007 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. April 2007 und 30. September 2008 bis zehn Prozent des Grundkapitals der Andritz AG zurückzuerwerben. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Soweit der Gesellschaft bekannt, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß den Bedingungen der im Juni 2006 begebenen Andritz-Anleihe 2006-2013 ist jeder Inhaber einer Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen Großaktionär erfolgt, und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.

Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.

Finanzkennzahlen der Andritz-Gruppe

MEUR 2007 2006 Veränderung in %
       
Umsatz 3.282,5 2.709,7 +21,1%
Umsatzrendite1) (%) 5,9 5,9 -
EBITDA 242,3 194,2 +24,8%
Betriebserfolg (EBIT) 192,6 159,8 +20,5%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 198,0 165,9 +19,3%
Konzernergebnis nach Steuern 136,1 121,4 +12,1%

Finanzkennzahlen der Andritz-Gruppe (Download size 21 KB)

1) EBIT/Umsatz

Bilanzkennzahlen

  2007 2006
     
Eigenkapitalquote2) (%) 19,2 17,4
Eigenkapitalrentabilität3) (%) 41,1 40,0
Gesamtkapitalrentabilität4) (%) 7,7 6,7
Nettoliquidität5) (MEUR) 246,5 365,7
Nettoverschuldung6) (MEUR) -94,8 -216,9
Nettoumlaufvermögen7) 99,1 -93,6
Capital employed8) (MEUR) 405,6 194,5
Verschuldungsgrad9) (%) -19,7 -52,3

Bilanzkennzahlen (Download size 21 KB)

2) Eigenkapital/Gesamtkapital
3) Ergebnis vor Ertragssteuern/Eigenkapital
4) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Gesamtkapital
5) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Finanzverbindlichkeiten
6) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
abzüglich Flüssige Mittel inklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens
7) Umlaufvermögen exkl. Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens
abzüglich Fremdkapital exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen
8) Nettoumlaufvermögen plus Anlagevermögen
9) Nettoverschuldung/Eigenkapital

Risikomanagement und Treasury

Als ein global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedener Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien und Märkte, die Geschäftstätigkeit der Gruppe, Großaufträge und die Umsetzung des Auftragsbestands in Umsatz. Andritz verfügt über ein bewährtes, konzernweites Risikomanagementsystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um gegebenenfalls rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.

Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von Andritz. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen sollen die Identifizierung von größeren Risiken zu einem sehr frühen Zeitpunkt und – sofern notwendig – die Einleitung von Gegenmaßnahmen sicherstellen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, begrenzt und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solche in US-Dollar, Pfund Sterling) wird die Nettowährungsposition in der Regel durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zu- und -Abflüsse der großen Andritz-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren.

Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Steuerungssysteme ausreichend oder je nach Anlassfall auch ausreichend wirksam sind.

Investitionen und Cashflow

Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte betrugen 2007 57,0 MEUR und stiegen damit um 24,7% gegenüber dem Vorjahr an (2006: 45,7 MEUR). Die Investitionen der Gruppe betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Gebäuden und Werkstätten sowie, insbesondere in China, auch Kapazitätserweiterungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 33,1 MEUR und war damit niedriger als im Vorjahr (2006: 143,1 MEUR).

Cashflow-Kennzahlen

MEUR 2007 2006
     
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 33,1 143,1
Investitionen1) 57,0 45,7
Free Cashflow2) -19,6 100,1
Free Cashflow je Aktie3) -0,4 1,9

Cashflow-Kennzahlen (Download size 20 KB)

1) Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen
aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
3) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Fertigung
Im Berichtsjahr wurde in allen Andritz-Produktionsstätten eine sehr hohe Kapazitätsauslastung verzeichnet. Zunehmende Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Materialien und Halbfertigprodukten konnten durch die hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter weitgehend kompensiert werden. Aufgrund des hohen Auftragsbestands wurde die Anzahl der eingesetzten Leiharbeiter bzw. das Outsourcing von Fertigungsaufträgen weiter erhöht.

Zur weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verkürzung der Lieferzeiten wurden Investitionen in die weitere Automatisierung der Produktionsabläufe und in den Abbau von Engpässen getätigt. In den stark wachsenden Märkten China, Indien und Südamerika werden die Produktionskapazitäten gezielt erweitert.

Personalwesen
Weltweite Schulung und Fortbildung der Andritz-Mitarbeiter waren auch im Jahr 2007 die Hauptziele des Andritz-Personalwesens. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter stellte angesichts des Mangels an gut ausgebildeten Bewerbern eine große Herausforderung dar. Der Großteil der relevanten freien Positionen in der Andritz-Gruppe konnte dennoch mit hoch qualifizierten Kandidaten besetzt werden. Das Ausmaß von Entsendungen von Mitarbeitern zu Tochterunternehmen auf der ganzen Welt (insbesondere nach China) zur Unterstützung der jeweiligen Geschäfts- und Organisationsentwicklung hat deutlich zugenommen; diese Entsendungen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherstellung des internen Wachstums der Gruppe.

Umweltschutzbelange
Die wesentlichen Schwerpunkte im Rahmen der Umweltschutzaktivitäten der Andritz-Gruppe im Jahr 2007 betrafen Mitarbeiterschulungen sowie Energiespar- und Verkehrsentlastungsmaßnahmen zur Reduktion von Kohlendioxid-, Kohlenmonoxid- und Stickoxid-Emissionen. Für den Standort Graz, Österreich, wurde ein neues Verkehrskonzept entwickelt, mit dem die Fahrtkilometer innerhalb des Firmengeländes um 4.000 und innerhalb des Grazer Stadtbezirks Andritz um 13.000 Kilometer reduziert werden. Das Projekt wird 2008 umgesetzt. Im Rahmen eines Pilotprojekts zur Energieeinsparung bei der Bürobeleuchtung am Standort Graz wurde ein Einsparungspotenzial von 20 Prozent festgestellt; das Projekt wird in den Jahren 2008 und 2009 schrittweise umgesetzt werden. Im Rahmen eines weiteren Projekts haben Lehrlinge der Lehrwerkstätte Graz die Wasserturbine des unternehmenseigenen Kraftwerks in Weiz wieder instand gesetzt und so ihr Wissen im Bereich erneuerbare Energien erweitert. 2007 hat der Standort Graz wieder das ÖKOPROFIT-Zertifikat der Stadt Graz für besondere Leistungen im Bereich Umweltschutz erhalten.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2007 investierte die Andritz-Gruppe rund 45,4 MEUR in Forschung und Entwicklung (2006: 35,4 MEUR). Einschließlich der auftragsbezogenen Entwicklungsarbeiten wurden rund drei Prozent des Umsatzes für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet. In den Forschungszentren der Gruppe in Österreich, Finnland, Frankreich, der Schweiz und den USA arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Prozesse und Anlagen, um die Technologieführerschaft von Andritz weiter auszubauen.

In den Divisionen des Geschäftsbereichs Zellstoff und Papier wird die Investitionstätigkeit der Kunden heute vor allem von zwei Trends bestimmt. Erstes Ziel ist die größtmögliche Senkung der Investitionskosten je produzierter Tonne. Die Folge sind größere Produktionseinheiten in einer Linie ohne Redundanz. Der zweite Trend besteht in den anhaltenden Bestrebungen, die Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Der Forderung nach Nachhaltigkeit begegnet Andritz durch neue Systeme, die für die effiziente Verarbeitung von Fasern aus Plantagenholz adaptiert wurden, sowie durch Technologien mit gegenüber den Vorgängersystemen deutlich reduziertem Energieverbrauch. Dazu gehören u. a. intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel einer effizienteren Nutzung von Biomasse als Energiequelle.

Seit Mai 2007 arbeiten Andritz, dessen assoziiertes Unternehmen Carbona und UPM, eines der weltweit führenden Unternehmen der Forstindustrie, gemeinsam an der Entwicklung einer Technologie für die Gasifizierung von Biomasse und die Reinigung von Synthesegas. Das gemeinsame Pilotprojekt umfasst die Gasifizierung des vorgesehenen Ausgangsmaterials (Holzabfälle) in einem 8-MW-Gasifizierer und die Reinigung des erzeugten Gases, sodass es anschließend mit handelsüblichen Geräten behandelt und in Biotreibstoff umgewandelt werden kann. Die umfangreichen Pilotversuche werden am Gas Technology Institute (GTI), einem renommierten Forschungs- und Entwicklungsinstitut in den USA, durchgeführt. Die Endergebnisse werden bis Ende 2008 erwartet.

Im Bereich Holzplatztechnik geht der Trend zu Verarbeitungslinien mit sehr hohen Kapazitäten. Um diese Nachfrage abzudecken, hat die Division größere Linien sowohl für bereits entrindete als auch nicht entrindete Holzstämme entwickelt. Weiters wurden eine neue Hackmaschine (die größte der Welt) und eine neue Hochleistungsentrindungstrommel entwickelt. Mit einer von der Division entwickelten neuen Technik können Sand und lose Rindenstücke von im Wald entrindeten Holzstämmen abgeschieden werden.

Die technologischen Entwicklungsarbeiten der Division Faserlinie konzentrieren sich nicht nur auf große Neuanlagen, sondern auch auf kleine und mittelgroße Linien. Verbesserungen an Kochereieintragssystemen, größere DD-Wäscher, eine neue Generation von Mittelkonsistenz-Anlagen und moderne Steuerungssysteme wurden erstmals eingesetzt. Durch neue Waschkonzepte und geschlossene, unter Druck stehende Prozess-Stufen, die Emissionen in die Atmosphäre verhindern, werden der Frischwasserverbrauch und damit auch das Abwasservolumen reduziert.

Für die Weißlaugenproduktion wurde ein neuer Drehrohrofen mit einer Leistung von mehr als 1.000 Tagestonnen entwickelt. Der Einsatz der Zentrifugentechnik in der Entwässerung und Wäsche von Grünlaugenrückständen gewinnt immer stärker an Bedeutung. Die Zentrifugierung minimiert die durch diese Rückstände verursachte Umweltbelastung auf den Deponien. In einem finnischen Werk wird eine Anlage zur selektiven Reduktion des Phosphors im Kalkkreislauf errichtet. Diese Anlage ermöglicht eine noch weitergehende Schließung des Kalkkreislaufs sowie eine Reduktion der Festabfallmenge.

Im Bereich Energie aus Biomasse wurden bereits im Jahr 2006 ein Programm zur Entwicklung moderner, mit Biomasse beheizter Kessel gestartet. Die ersten Kessel befinden sich schon in Bau. Die hohen Öl- und Gaspreise haben zunehmendes Interesse am Einsatz von Biomasse in Drehrohröfen ausgelöst. Nach wie vor verbrauchen Drehrohröfen in Zellstoffwerken große Mengen fossiler Brennstoffe. Andritz verfügt über sehr umfangreiche Erfahrung mit HERB-Hochleistungsrückgewinnungskesseln. Die nächsten Entwicklungsschritte betreffen die Steigerung der Stromerzeugung aus Schwarzlauge. Mit zunehmender Kreislaufschließung in den Zellstoffwerken zur Reduzierung von Emissionen gewinnt die Chlorid-Abscheidung an Bedeutung. Das erste Andritz-System zur Beseitigung der Chloride in einem Auslaugeverfahren – eine kostengünstige Alternative zum bewährten Asche-Rekristallisationsverfahren – befindet sich in Bau. Ein weiteres Programm zielt auf die Senkung der Betriebskosten von Eindampfanlagen ab. Im Hinblick auf das steigende Preisniveau bei thermischer und elektrischer Energie wurde ein neues, patentiertes Verfahren entwickelt.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten m Bereich Zellstofftrocknungssysteme konzentrieren sich auf die Steigerung der Produktionskapazität der einzelnen Trocknungslinien mit Doppelsiebformertechnologie von derzeit 4.000 auf mehr als 4.500 Tagestonnen bzw. 1.300.000 Jahrestonnen Zellstoff. Durch Prozessvereinfachungen und Optimierung der größten Energieverbraucher in der Linie wird der Energieverbrauch der gesamten Linie gesenkt.

In der Division Papiermaschinen hat die Produktgruppe Tissue unter dem Produktnamen PrimeDry Steel einen neuen Kreppzylinder aus Stahl auf dem Markt eingeführt. Die Hauptvorteile gegenüber konventionellen gusseisernen Zylindern sind höhere Leistung und Betriebssicherheit. Die Produktgruppe Lufttechnik hat eine neue Wärmerückgewinnungsstufe für die Abluft aus Yankee-Trockenhauben entwickelt. Hierbei wird Kondensat in einem Wärmetauscher unter Verwendung der Abluft verdampft; so können bis zu 25 Prozent Primärdampf eingespart werden. Ferner wurde das PrimeTakeOff-System zur Führung der Bahn nach dem Kreppzylinder am Markt eingeführt. Der Vorteil dieses Systems liegt in der Verringerung der Bahnabrisse bei höheren Maschinengeschwindigkeiten. Die Entwicklung einer Modulbauweise für die Yankee-Trockenhaube macht es möglich, den Haubenkörper in kleineren Bauteilen an die Baustelle zu liefern und dort zusammenzubauen.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Faserstoffaufbereitung konzentriert sich darauf, die Systemleistung von Stoffaufbereitungsanlagen zu erhöhen und den Energieverbrauch weiter zu senken. Die Division hat einen neuen Aschewäscher (SpeedWasher) zur Aufbereitung von gemischtem Büropapierabfall und einen unter Druck arbeitenden Disperger für OCC (Old Corrugated Container) entwickelt und am Markt eingeführt.

Vorrangige Ziele in der Refinertechnik sind die Prozessvereinfachung sowie die Verbesserung der Anlagenzuverlässigkeit, um die Investitions- und Betriebskosten der Anlagen für die Kunden zu senken. Ergebnisse der Entwicklungsprogramme sind eine neue Faserzentrifuge, mit der Dampf und Fasern nach dem Hochkonsistenzrefiner besser getrennt werden können, sowie eine Reihe von Druckvorrichtungen und -schnecken. Um auch für künftige Anforderungen gerüstet zu sein, wurde die Pilotanlage in Springfield, Ohio, USA, modernisiert.

Die Division Papierveredelung hat für die Tissue-Industrie die kleinste jemals gebaute Schuhwalze (Durchmesser: 710 mm) konstruiert. Damit können ohne Volumensverlust und bei sehr langen Bandstandzeiten höchste Trockengehalte erzielt werden. Ein neues PrimeFeeder-Design bewirkt einen stabileren Ablauf des gesamten Prozesses und verkürzt nach einem Bahnabriss die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Produktionsleistung der Papiermaschine.

Der Geschäftsbereich Wasserkraft führte sowohl auftragsbezogene Entwicklungen als auch Grundlagenforschung erfolgreich durch. Die hervorragende Leistung des neuen Laufraddesigns im Rahmen der Aufträge Tokke (Norwegen) und Larona (Indonesien) – beides Rehabilitationen von Francisturbinen – führte zu Folgeaufträgen für weitere Laufräder. Strömungstechnische Untersuchungen wurden auch in anderen Bereichen unternommen, um den Kunden bereits in den ersten Phasen eines Projekts detaillierte technische Daten zur Verfügung stellen zu können.

Für Rohrturbinen, die bei mehr als 20 Meter Fallhöhe eingesetzt werden, wurde eine neue Laufradgeneration mit fünf Schaufeln entwickelt und für einen chinesischen Auftrag an einem Modell erfolgreich getestet.

Bei der Entwicklung von Großpumpen für indische und chinesische Aufträge sowie bei der grundlegenden Neuentwicklung von Pumpturbinen konnten zwischen den beiden Produktlinien Synergien genutzt werden.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Kühlung von Hydrogeneratoren konzentrierte sich auf die Optimierung mehrerer Komponenten im Belüftungskreislauf und auf die Verbesserung der numerischen Tools für die Auslegung der Belüftung.

Basierend auf der zweijährigen Betriebserfahrung mit dem neu entwickelten StrafloMatrixTM-Generator in einem österreichischen Wasserkraftwerk konnten die spezielle Auslegung der Hochspannungsstatorwicklung und die Wärmeübertragung aus dem Wickelkopf optimiert werden.

Im Rahmen von Kostensenkungsprogrammen und eines Wertanalyseprojekts für Generatoren wurde eine Reihe neuer technischer Konzepte untersucht; die vielversprechendsten sind die Gesamtimprägnierung von Wickelkörpern mit großem Durchmesser, ein neues Plattenrotordesign und eine neuartige Dämpfungswicklungsbefestigung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betraf die Automation für Wasserkraftwerke. SAT 250, das führende System für Steuerwarten und Bedienstationen, wurde nun auch im Tiefpreissegment funktional und ergonomisch optimiert. Das System deckt nunmehr sämtliche Mensch/Maschinen-Schnittstellen in einem Wasserkraftwerk ab – von kleinen Turbinenreglerpulten bis zu komplexen Steuerwarten für ganze Kraftwerksgruppen. Auf dem Gebiet elektrischer Schutz und Erregung wurde eine völlig neue Plattform – weltweit die erste technologisch vereinheitlichte Erregungs- und Schutzplattform – definiert.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Geschäftsbereichs Walz- und Bandbehandlungsanlagen konzentrierte sich im Berichtsjahr auf neue Beschichtungstechnologien unter Anwendung elektrogalvanischer und CVD-Verfahren (CVD: Chemical Vapor Disposition). In Pilotanlagen für beide Prozesse konnten beschichtete Bänder hergestellt werden, die in Anwendungstests bei potenziellen Kunden verwendet werden.

Das in Salzsäureregenerationsanlagen als Nebenprodukt gewonnene Eisenoxid ist für die Rentabilität des Prozesses sehr wichtig. Neue Prozessabläufe wurden untersucht, um Eisenoxid für den Pigmentmarkt zu erzeugen.

Das Lieferprogramm der Stanz- und Umformautomaten der neuen Generation wurde erweitert. Diese neue Pressengeneration zeichnet sich durch Modulbauweise aus und kann daher flexibel an die unterschiedlichen Kundenanforderungen angepasst werden.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Separation Technologies des Geschäftsbereichs Umwelt und Prozess konzentrierte sich weiterhin auf die Optimierung des Zentrifugenangebots zur weiteren Verbesserung der Leistung und/oder Reduzierung der Herstellungskosten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Standardisierung der Filterpressenproduktfamilie mit dem Ziel, die Lieferzeiten zu verkürzen und die Kosten zu senken.

Wegen zunehmend strengerer Auflagen für die Behandlung geruchsbelasteter Abgase wurden weitere Forschungsarbeiten und Versuche durchgeführt, um die Geruchsbelästigung durch Abgase von Schlammtrocknungsanlagen zu minimieren und die TOC-Werte (Total Organic Carbon) zu reduzieren. Dabei stellt die Entwicklung eines zuverlässigen und umweltfreundlichen Systems zur Geruchsreduktion – insbesondere bei Klärschlamm mit seinem schwer prognostizierbaren Gehalt an unangenehm riechenden Substanzen – einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dar. Ein solches System sollte nicht wie die thermische Nachverbrennung zusätzlich Primärenergie verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen.

Aufgrund des starken Wachstums des Marktes für Biomassetrocknung wurde mit der Entwicklung eines großen Bandtrockners mit einer Verdampfungsleistung von bis zu 16 t/h begonnen. Ziel ist höchste Energieeffizienz durch Rückgewinnung der in den Trocknungsgasen enthaltenen Abwärme. Bei diesem Trockner soll die Trocknungsluft in einem nahezu vollständig geschlossenen Kreislauf geführt werden, und auch aus dem minimierten Abgasstrom aus dem Trockner soll die Energie zurückgewonnen werden. Ferner wird es möglich sein, diesen Trockner mit Abwärme oder Abgas aus anderen Prozessen und aus Kraft-Wärme-Kopplungen zu betreiben.

Ebenfalls im Bereich Biomassetrocknung wurden intensive Versuche mit einer Pilot-Trocknungsanlage durchgeführt, um Auslegungs- und Machbarkeitsdaten für den Einsatz von Bandtrocknern für verschiedene Arten von Biomasse (Sägespäne für Pelletieranlagen, Biertreber aus Brauereien, Rejekte, Zuckerrohrbagasse, Rinde aus der Zellstoff- und Papierindustrie) zu erheben.

Der Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse hat eine neue Generation von Prozess-Steuerungen mittels Touchscreens für kleine bis mittelgroße Extruder zur Erzeugung von Haustier- und Fischfutter erfolgreich am Markt eingeführt.

Das Produktprogramm für den Bereich erneuerbare Energien wurde um eine neue Hammermühlengeneration für die Herstellung von Sägemehl in Kraftwerksanlagen erweitert.

Ausblick

Trotz der allgemeinen Abschwächung der Weltwirtschaft und der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten erwartet Andritz gegenwärtig in allen Geschäftsbereichen eine gute Projektaktivität.

Im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier ist die Projektaktivität auf einem unverändert zufriedenstellenden Niveau, wobei sich die Investitionen sowohl auf Neuanlagen als auch auf die Modernisierung und Erneuerung bestehender Anlagen konzentrieren. Die größten Investitionen für neue Zellstoffanlagen und/oder Erweiterungen bestehender Anlagen werden in Südamerika, Australien und Asien erwartet. In Europa und Nordamerika sollte der Schwerpunkt der Investitionen auf der Modernisierung und Erneuerung bestehender Anlagen sowie dem Servicebereich liegen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Nachfrage nach Zellstoffsystemen und -verfahren zu rechnen, die erneuerbare Energiequellen (Biomasse, wie etwa Holzabfälle, Gras, Stroh etc.) nutzen, die Energieeffizienz steigern und Emissionen reduzieren.

Im Geschäftsbereich Wasserkraft wird für 2008 eine unverändert gute Entwicklung der Projekttätigkeit auf hohem Niveau erwartet. Insbesondere in Südamerika, China und Indien ist eine Reihe von Neuanlagen in Planung oder in Umsetzung. In Europa und Nordamerika sollten sich die Investitionen aufgrund des Alters der bestehenden Anlagen weiterhin auf Modernisierungen und Sanierungen sowie auch auf Kapazitätserweiterungen konzentrieren. Weiters wird erwartet, dass zur Gewährleistung der Netzstabilität eine unverändert starke Nachfrage nach Pumpspeicherkraftwerken zu verzeichnen sein wird. Aufgrund der zunehmenden weltweiten Anstrengungen im Bereich Klimaschutz und des steigenden Einsatzes erneuerbarer Energieträger sollte sich auch der Markt für Kleinwasserkraftwerke positiv entwickeln.

Im Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen befindet sich die Investitionstätigkeit für Kohlenstoffstahl- und Edelstahlausrüstungen auf solidem Niveau. Im Edelstahlbereich wird eine unverändert hohe Nachfrage in den schnell wachsenden Wirtschaftsräumen wie China und Indien erwartet. In Europa und in den USA sollte sich die Projektaktivität auf die Modernisierung bestehender Anlagen konzentrieren, wobei auch Entscheidungen für die eine oder andere neue Fabrik getroffen werden könnten.

Im Geschäftsbereich Umwelt und Prozess sollte sich die solide Projekttätigkeit bei Schlammentwässerungsanlagen fortsetzen. Eine günstige Entwicklung wird auch bei Entwässerungsanlagen für industrielle Anwendungen in Petrochemie, Mineralienindustrie, Bergbau und Lebensmittelindustrie erwartet. Im Bereich der thermischen Trocknung wird eine sukzessive Steigerung der Projektaktivität erwartet. Vor allem die steigenden Brennstoffpreise sollten zu einem Anstieg der Nachfrage nach Trocknungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplungen und integrierter Verbrennung führen.

Im Geschäftsbereich Futtermittel und Biomasse sollte sich der Bereich Tierfutter zufriedenstellend entwickeln; die höchste Projektaktivität wird in Osteuropa, Russland sowie Zentral- und Südamerika erwartet. Auch in den Bereichen Fisch- und Haustierfuttererzeugung wird eine positive Entwicklung der Projektaktivität erwartet. Die Investitionstätigkeit bei Holzpelletieranlagen sollte insbesondere in Nordamerika, Nord- und Westeuropa sowie auch in den für dieses Produktsegment „neuen“ Regionen Südeuropa und Südamerika erneut ein hohes Niveau erreichen.

Basierend auf dem hohen Auftragsstand von mehr als 3,8 Milliarden Euro per Ende 2007 und der erwartet guten Projektaktivität in allen Geschäftsbereichen rechnet Andritz für 2008 mit einem Gruppenumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro und einer Erhöhung des Ergebnisses – zumindest im Gleichschritt mit der Umsatzerhöhung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts haben die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten angehalten. Die veröffentlichten Wirtschaftsindikatoren deuteten auf eine globale Wirtschaftsabschwächung hin. Ein deutlicher Wirtschaftsabschwung im Verlauf des Jahres 2008 könnte möglicherweise negative Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung der Andritz-Gruppe haben.

Am 18. Februar 2008 hat Andritz die Emission einer öffentlichen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von MEUR 150 und einer Laufzeit von sieben Jahren erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Stückelung von Nominale TEUR 50 ist die Andritz-Anleihe mit einem jährlichen Fixkupon in Höhe von 5,25% ausgestattet.

Disclaimer
Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind „zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte „glauben", „beabsichtigen", „erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

 
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