Lagebericht:

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im 2. Quartal 2010 bestätigten die für die wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt veröffentlichten Wirtschaftsdaten und -indikatoren ein Anhalten der wirtschaftlichen Stabilisierung. Wesentliche Unsicherheitsfaktoren für die weitere Entwicklung der Realwirtschaft stellen jedoch die hohe Verschuldung einzelner europäischer Staaten, die Euro-Schwäche sowie mögliche Refinanzierungsprobleme einzelner internationaler Banken dar.

In den USA entwickelte sich die Wirtschaft im Berichtszeitraum weiter stabil, jedoch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Wirtschaftsdaten deuten auf eine unverändert schwache wirtschaftliche Erholung in den kommenden Monaten hin. Insbesondere der Arbeitsmarkt bleibt weiter sehr angespannt, die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze lag im Berichtszeitraum deutlich unter den Erwartungen. Aufgrund der anhaltend schwierigen Situation am Arbeitsmarkt ist daher auch kein wesentlicher Wirtschaftsimpuls durch den Privatkonsum, der in den USA den größten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt leistet, zu erwarten. Die Leitzinsen blieben im 2. Quartal 2010 unverändert.

Auch in Europa setzte sich im Berichtszeitraum die leichte wirtschaftliche Erholung fort. Allerdings lassen die in den meisten EU-Mitgliedsstaaten eingeleiteten Maßnahmen zur Konsolidierung und Senkung der Budgetdefizite sowie die unverändert schwierige Situation der Finanzwirtschaft Zweifel in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten aufkommen. Insbesondere in der Industrie wird sich angesichts dieser Rahmenbedingungen die Investitionstätigkeit weiter auf einem niedrigen Niveau bewegen. Etwas unterstützend sollte sich der schwache Euro auswirken, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen exportorientierten Industrien erhöht.

In Asien und den anderen großen aufstrebenden Wirtschaftsregionen setzte sich die solide Entwicklung der Wirtschaft im Berichtszeitraum fort.

Quelle: OECD

Geschäftsentwicklung

Umsatz

Im 2. Quartal 2010 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 829,9 MEUR und war damit um 5,9% höher als im Vorjahresquartal (Q2 2009: 784,0 MEUR). Deutliche Umsatzsteigerungen konnten die Geschäftsbereiche HYDRO (von 333,8 MEUR in Q2 2009 auf 357,7 MEUR in Q2 2010: +7,2%), PULP & PAPER (von 232,1 MEUR in Q2 2009 auf 262,3 MEUR in Q2 2010: +13,0%), ENVIRONMENT & PROCESS (von 81,0 MEUR in Q2 2009 auf 88,8 MEUR in Q2 2010: +9,6%) sowie FEED & BIOFUEL (von 28,5 MEUR in Q2 2009 auf 37,0 MEUR in Q2 2010: +29,8%) verzeichnen. Nur im Geschäftsbereich METALS ging der Umsatz zurück (108,6 MEUR in Q2 2009 vs. 84,1 MEUR in Q2 2010).

Im 1. Halbjahr 2010 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 1.562,2 MEUR, der damit nur geringfügig unter dem Vergleichswert des Vorjahrs lag (H1 2009: 1.574,1 MEUR). In den Geschäftsbereichen HYDRO, PULP & PAPER sowie FEED & BIOFUEL stieg der Umsatz im Jahresvergleich an, in den anderen Geschäftsbereichen ging der Umsatz zurück.

Umsatz nach Geschäftsbereichen
H1 2010 (H1 2009) in %

 

                     

Umsatz nach Regionen
H1 2010 (H1 2009) in %

 

 

 

Anteil Service-Umsatz am Gesamt-Umsatz der Gruppe sowie der Geschäftsbereiche in %

  H1 2010 H1 2009 Q2 2010 Q2 2009
ANDRITZ-GRUPPE 29 27 31 28
HYDRO 24 24 26 25
PULP & PAPER 42 40 42 40
METALS 8 3 13 4
ENVIRONMENT & PROCESS 31 28 28 28
FEED & BIOFUEL 45 57 45 58

Anteil Service-Umsatz am Gesamt-Umsatz der Gruppe sowie der Geschäftsbereiche in % (Download size 23 KB)
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Auftragseingang

Der Auftragseingang der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2010 betrug 1.395,3 MEUR und war damit der höchste je in einem Quartal erreichte Wert in der Unternehmensgeschichte. Im Vergleich zum Vorjahreswert konnte der Auftragseingang damit fast verdoppelt werden (Q2 2009: 731,3 MEUR).

Im Geschäftsbereich HYDRO erhöhte sich der Auftragseingang im 2. Quartal 2010 im Jahresvergleich um 57,9% auf 758,6 MEUR (Q2 2009: 480,3 MEUR). Dieser deutliche Anstieg ist v. a. auf den Erhalt einiger Großaufträge zurückzuführen (Ilisu, Türkei; Lower Mattagami, Kanada).

Im Geschäftsbereich PULP & PAPER wurde eine ebenfalls sehr zufriedenstellende Entwicklung des Auftragseingangs verzeichnet. Er betrug 408,6 MEUR und hat sich damit im Vergleich zum niedrigen Niveau des Vorjahrs fast verdreifacht (Q2 2009: 138,1 MEUR). Diese deutliche Steigerung des Auftragseingangs im Vergleich zum allerdings sehr niedrigen Vergleichswert des Vorjahrs ist v. a. auf den Erhalt einiger Großaufträge für Modernisierungen/Kapazitätserweiterungen zurückzuführen.

Der Auftragseingang im Geschäftsbereich METALS betrug 98,9 MEUR und hat sich im Vergleich zum sehr niedrigen Wert im 2. Quartal 2009 deutlich erhöht (Q2 2009: 21,7 MEUR).

Eine ebenfalls sehr gute Entwicklung beim Auftragseingang konnte der Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS verzeichnen: mit 92,7 MEUR im 2. Quartal 2010 lag er um 34,9% über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q2 2009: 68,7 MEUR).

Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL betrug 36,5 MEUR und erhöhte sich damit im Jahresvergleich deutlich um 62,2% (Q2 2009: 22,5 MEUR).

Im 1. Halbjahr 2010 erreichte die ANDRITZ-GRUPPE einen Auftragseingang von 2.303,7 MEUR, der damit um 34,5% über dem Vergleichswert des Vorjahrs lag (H1 2009: 1.712,7 MEUR). Bis auf den Geschäftsbereich METALS, der einen leichten Rückgang des Auftragseingangs verzeichnete, ist der Auftragseingang in allen anderen Geschäftsbereichen im Jahresvergleich deutlich angestiegen.

Auftragseingang nach Geschäftsbereichen
H1 2010 (H1 2009) in %

 

                       

Auftragseingang nach Regionen
H1 2010 (H1 2009) in %

 

 

 

Auftragsstand

Der Auftragsstand per 30. Juni 2010 betrug 5.384,9 MEUR und lag damit sowohl über dem Wert per 30. Juni 2009 (4.426,9 MEUR: +21,6%) als auch über dem Wert per 31. Dezember 2009 (4.434,5 MEUR: +21,4%).

Auftragsstand nach Geschäftsbereichen
per 30. Juni 2010 (30. Juni 2009) in %

 

                     

Auftragsstand nach Regionen
per 30. Juni 2010 (30. Juni 2009) in %

 

 

 

Ergebnis

Das Ergebnis (EBITA) der ANDRITZ-GRUPPE im 2. Quartal 2010 erreichte 54,2 MEUR und betrug damit ein Vielfaches des sehr niedrigen Vergleichswerts in Q2 2009 (12,8 MEUR), in dem Restrukturierungsaufwendungen von rd. 24 MEUR verbucht worden waren. Exklusive dieser Restrukturierungsaufwendungen betrug die Ergebnissteigerung 46,1%. Die Rentabilität (EBITA-Marge) erhöhte sich im 2. Quartal 2010 deutlich auf 6,5% (Q2 2009: 1,6%; 4,7% exkl. Restrukturierungsaufwendungen), wobei alle Geschäftsbereiche deutliche Verbesserungen beim Ergebnis absolut sowie auch bei der Rentabilität verzeichneten.

Das EBITA der Gruppe im 1. Halbjahr 2010 erhöhte sich auf 97,9 MEUR (H1 2009: 56,5 MEUR), die EBITA-Marge stieg auf 6,3% an (H1 2009: 3,6%; 5,1% exkl. Restrukturierungsaufwendungen).

Das Finanz-Ergebnis der ANDRITZ-GRUPPE im 1. Halbjahr 2010 betrug 3,6 MEUR und lag damit deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahrs (H1 2009: -2,9 MEUR), der durch die Abschreibung von Geldmarktfonds im 1. Quartal 2009 – bedingt durch die globale Finanzkrise – negativ beeinträchtigt worden war.

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von Minderheitsanteilen) betrug im 1. Halbjahr 2010 67,3 MEUR und war damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum (H1 2009: 32,5 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Gruppe per 30. Juni 2010 stieg auf 3.750,1 MEUR an (31. Dezember 2009: 3.309,3 MEUR), die Eigenkapitalquote betrug 19,6% (31. Dezember 2009: 20,0%).

Die liquiden Mittel (flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens) per 30. Juni 2010 betrugen 1.340,0 MEUR (31. Dezember 2009: 1.082,1 MEUR). Die Netto-Liquidität (liquide Mittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) stieg auf 932,8 MEUR an und lag damit ebenfalls deutlich über dem Wert zum Ende des Vorjahrs (31. Dezember 2009: 677,9 MEUR). Dieser Anstieg ist insbesondere auf den Erhalt von Anzahlungen für einige Großaufträge zurückzuführen.

Zusätzlich zur hohen Netto-Liquidität von mehr als 900 MEUR stehen der ANDRITZ-GRUPPE auch umfassende langfristige Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung.

  • Kreditlinien: 227 MEUR, davon 64 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 4.176 MEUR, davon 2.270 MEUR ausgenutzt

Aktiva

Passiva

Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. Juni 2010 betrug 13.457 und lag damit nur etwas höher als zum Vergleichsstichtag des Vorjahrs (30. Juni 2009: 13.397 Mitarbeiter). Der Anstieg im Vergleich zum 31. Dezember 2009 (13.049 Mitarbeiter) ist v.a. auf die Akquisition von Firmen zurückzuführen.

Mitarbeiter nach Regionen per 30. Juni 2010 (30. Juni 2009) in %

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement

Die ANDRITZ-GRUPPE hat ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement implementiert, dessen Aufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme ausreichend wirksam sind.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Jahr 2010 beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Die anhaltende Finanzkrise und die starke wirtschaftliche Verlangsamung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt stellen darüber hinaus für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Geschäftsjahr 2010 ein ernstes Risiko dar. Die weltweite Wirtschaftsschwäche könnte zu weiteren Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise könnte auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte notwendig machen, wenn die wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden können. Dies könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beeinflussen. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird zwar für einen Großteil der Aufträge durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert, jedoch können einzelne Zahlungsausfälle einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls in großem Ausmaß versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen (hauptsächlich solchen in US-Dollar, Kanadischen Dollar und Schweizer Franken) wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanz-Produkten (flüssige Mittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben.

Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie z. B. in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zur Deckung der Pensionsverpflichtungen oder Termingelder. Die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertpapieren, in welche die Gruppe investiert hat (z. B. Wertpapierfonds oder Anleihen), oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden.

Weitere Informationen über die Risiken der ANDRITZ-GRUPPE sind dem ANDRITZ-Finanzbericht 2009 zu entnehmen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im 1. Halbjahr 2010 wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Wichtige Ereignisse nach dem 30. Juni 2010

Die Situation der Weltwirtschaft sowie an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert.

Ausblick

Führende Wirtschaftsexperten gehen für die verbleibenden Monate des Jahres 2010 von keiner wesentlichen Veränderung der wirtschaftlichen Situation in den wichtigsten Regionen der Welt aus. Während sich in den Emerging Markets, v. a. in China und Südamerika, die Wirtschaft weiter sehr robust entwickeln sollte, wird für die USA und Europa eine Fortsetzung auf mäßigem Niveau erwartet. Eine starke und nachhaltige Erholung ist in diesen beiden Wirtschaftsregionen für 2010 nicht zu erwarten.

Auf Basis dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der aktuellen Projektaktivität in den für ANDRITZ relevanten Märkten haben sich die Erwartungen der ANDRITZ-GRUPPE hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden Quartalen nicht geändert. Für den Geschäftsbereich HYDRO wird in den nächsten Monaten eine unverändert positive Marktentwicklung erwartet. Auch im Bereich PULP & PAPER ist aus heutiger Sicht mit einer im Jahresverlauf gleichbleibenden Projektaktivität, insbesondere für Neu-Anlagen in den Emerging Markets, zu rechnen. Die Geschäftsbereiche ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL sollten sich ebenso zufriedenstellend entwickeln. Im Geschäftsbereich METALS wird mit einer Fortsetzung der insgesamt moderaten Projektaktivität gerechnet.

Die ANDRITZ-GRUPPE erwartet für 2010 weiterhin einen im Vergleich zum Gesamtjahr 2009 unveränderten bzw. leicht ansteigenden Umsatz. Das Konzern-Ergebnis sollte durch die Kostenreduktionen aus den 2009 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen positiv beeinflusst werden.

Sollte sich jedoch die globale Weltwirtschaft in den kommenden Monaten erneut eintrüben, so ist mit negativen Auswirkungen auf den Auftragseingang sowie die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen. Dies könnte weitere Restrukturierungsaufwendungen notwendig machen, welche die Ergebnisentwicklung 2010 beeinflussen würden.

Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, 9. August 2010

Der Vorstand der ANDRITZ AG

                  

Wolfgang Leitner            Franz Hofmann                        Karl Hornhofer                      Humbert Köfler              Friedrich Papst
   (Vorstands-
  vorsitzender)